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Mahjong

17 Mai

Der Weg nach Sanya war bequem und sozusagen langweilig weil per Flugzeug. Der Weg nach Nanning jedoch – aufregend und…für Menschen über 1,70m Größe ein wenig unkomfortabel. Und wer dazu noch ein breiteres Kreuz hat und kein Seitenschläfer ist, dem besteht etwas unvergessliches bevor :) .

Es geht also per Liegebus über die Fähre nach Nanning. Dauer der gesamten Busfahrt ca. 15 Stunden. Davon ca. 2h Fähre. Wahnsinn und man kommt sich vor wie Harry Potter in dem Magischen Nacht Bus, auch wenn der Schrumpfkopf gefehlt hat. (An dieser Stelle sei angemerkt das ich mir einen solchen seit Jahren wünsche, nur falls jemand mal über einen stolpert, aber einen echten bitte!)
Letzendlich war es das Erlebnis wert und ich habe ein nettes ca. 15 Jahre altes Mädchen getroffen, die trotz der Sprachbarriere versucht hat mir zu helfen wenn ich etwas nicht verstanden habe (also fast ständig) und mit der ich wohl gemein hatte, das ich in solchen Bussen offensichtlich kaum Schlaf finde.

Um ca. 05h morgens lag ich dann in Nanning bei Wu’s im Bett, habe mir noch den “Untergang” angeschaut und bin dann irgendwann für ein paar Stunden eingenickt.

Nanning ist nicht wirklich aufregend oder interessant, aber immerhin habe ich da das erste Mal lustige Trinkspiele gelernt, betrunkene Chinesinnen getroffen und das Spiel der Spiele live miterlebt: Mahjong.
Selber habe ich noch nicht gespielt, aber im trauten Kreis der Familie Wu dürfte ich mit ansehen und teilhaben wie über Stunden gespielt und gelacht wird. Das Ganze wurde dann von weltbester Hausmannskost gekrönt und ich muss gestehen, Hund schmeckt sehr gut! Sorry an alle denen es jetzt übel wird, aber die werden dafür extra gezüchtet und das ist einfach lecker! Aber eine Delikatesse, also braucht jetzt niemand zu denken das man das irgendwo einfach so vorgesetzt bekommt weil es nichts anderes gab.

Mahjong ist eine Leidenschaft, ein Lebensstil, nicht zu erfassen, kaum zu erklären, nur zu erleben. Es gibt Geschäftleute die den Kunden ignorieren wenn sie über einer Partie Mahjong sitzen. Selbst die hochgepriesene und absolut zu 100% vorhandene Gastfreundschaft leidet ein wenig darunter, was keine Beschwerde sein soll. Ich fand es interessant und spannend, auch wenn ich nichts verstanden habe!

Insgesamt war Nanning schön familiär aber anderweitig nicht übermässig beeindruckend, auch wenn die Einkaufsmeile oder Fussgängerzone wirklich schön und die Foodstreet superlecker war.

Nun heißt es nach Beijing aufzubrechen und Lisa abzuholen die am 28. ankommt… Diesmal geht es mit dem Zug weiter (und damit habe ich dann die wichtigesten Reisemethoden im modernen China live erlebt!!)…

 
 

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